3. November 2022

Umzugs-Checkliste: Was muss ich alles tun, wenn ich umziehe?

Wir klären die wichtigsten Fragen rund um deinen Umzug und geben dir eine Umzugs-Checkliste als Hilfe!

Frau mit Klemmbrett sitzt neben Umzugskartons

Ein Beitrag von

Annika

annika fiedler

Umziehen ist aufregend und bedeutet oft der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Doch für die meisten Menschen, das sparstrom Team eingeschlossen, bedeutet ein Umzug erst mal Stress und viel Aufwand.

Wenn du eine tolle neue Wohnung gefunden hast, sollte eigentlich die Vorfreude überwiegen. Oft setzt zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits eine leichte Panik ein und du fragst dich vielleicht, wo du eigentlich mit der Planung für deinen Umzug anfangen sollst.

Keine Sorge: Wir helfen dir dabei, deinen Umzug zu organisieren und geben dir außerdem eine hilfreiche Checkliste, mit der du nichts vergisst. In den folgenden Abschnitten liest du, wie du deinen Umzug planst, was du beim An- und Ummelden beachten solltest und wann du dich an bestimmte Fristen halten musst.

Wie plant man am besten einen Umzug?

Du hast deinen neuen Mietvertrag unterschrieben und kannst bald einziehen? Dann startet genau jetzt deine Umzugsplanung. Doch wo fängst du am besten an? Wir raten dir, als erstes eine Liste anzulegen, wo du aktuell überall (an)gemeldet bist.

Bist du vielleicht Mitglied in einem Verein oder Fitnessstudio? Auch deine Arbeit und die Bank müssen über deinen Umzug informiert werden. Wenn du ein Auto besitzt, musst du es zeitnah nach deinem Umzug ummelden. Das sind alles Dinge, die du nicht vergessen darfst, sonst wird es unter Umständen teuer, wenn du eine Frist verpasst.

Und dann ist da noch der Umzug selbst: Möchtest du selbst Kartons packen, Möbel auseinander bauen und alles transportieren oder beauftragst du lieber eine Spedition? Bei allen Überlegungen musst du natürlich auch die Kosten im Blick behalten, da ein Umzug schnell ins Geld geht. Mit der richtigen Organisation und guten Freundschaften hält sich die finanzielle Belastung aber in Grenzen.

Phase 1 – Vorbereitung des Umzugs

Gute Vorbereitung ist alles! Je besser du dich im Vorfeld organisierst, desto schneller und effizienter wird der Umzugstag. Was du schon Wochen vor deinem Umzug machen kannst, ist deine Wohnung auszumisten und aufzuräumen. Je mehr du aussortierst, verkaufst oder verschenkst, desto weniger Umzugskartons brauchst du am Ende und desto weniger musst du schleppen.

Wo wir schon bei Umzugskartons sind – besorge dir auf jeden Fall genug davon! Wir unterschätzen gerne mal, wie viele Dinge wir eigentlich besitzen und müssen dann doch noch spontan zum Baumarkt fahren. Je großzügiger du die Menge der Kartons planst, desto entspannter wird das Packen.

Darüber hinaus kannst du schon vor dem Umzug deine neue Adresse bekanntgeben. Neben privaten Bekanntschaften solltest du auf jeden Fall deinen Arbeitgeber und deine Bank informieren. Auch deiner Krankenkasse und diversen Versicherungen kannst du die neue Adresse schon vor deinem Umzug mitteilen. Falls du zusätzliche Leistungen von der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter, der Kindergeldstelle, der Elterngeldstelle und/oder dem BAföG-Amt beziehst, musst du auch diese über deinen Umzug informieren. Eine vollständige Checkliste findest du im letzten Abschnitt dieses Beitrags.

Außerdem kannst du schon jetzt den Nachsendeservice der Deutschen Post beauftragen. So stellst du sicher, dass deine Post auch am neuen Wohnort ankommt.

Kümmere dich am besten schon ein paar Wochen vor deinem Umzug um deinen Internetanschluss für die neue Wohnung. Oft dauert die Freischaltung einige Tage bis Wochen. Wer sich früh darum kümmert, kann im Idealfall schon am Umzugstag Pizza für alle Helfer:innen über das eigene WLAN bestellen.

Nun wird der Umzugstag geplant. Schaffst du deinen gesamten Umzug mit ein bisschen Hilfe aus deinem privaten Umfeld oder möchtest du doch lieber ein Umzugsunternehmen beauftragen? Wenn dir eine Spedition zu teuer ist, findest du Umzugshelfer:innen auf Plattformen wie zum Beispiel ebay Kleinanzeigen. Falls du deinen Umzug selbst durchführen möchtest, benötigst du vermutlich einen Transporter. Kümmere dich also rechtzeitig um die Reservierung des Mietwagens.

Packe die Umzugskartons erst kurz vor deinem Umzug. Ungefähr zwei Wochen vor dem Umzugsdatum kannst du die ersten Gegenstände einpacken, die du selten benötigst.

sparstrom Tipp: Beschrifte deine Umzugskartons, sodass du genau weißt, in welches Zimmer jeder Karton kommen soll und was sich grob darin befindet – z.B. „Wohnzimmer – Bücher, Deko, Kissen“.

Kurz vor deinem Umzug steht das Möbel abbauen auf der To-do-Liste. Befestige Schrauben und Kleinteile am besten direkt mit einem Beutel am jeweiligen Möbelstück, so fällt das Aufbauen in der neuen Wohnung leichter.

Häuserfront eines Mietshauses

Heute ist es endlich soweit – dein Umzug steht an! Stell dir am besten früh den Wecker, denn meistens gibt es auf den letzten Drücker doch mehr zu erledigen, als du vorher dachtest. Wenn du einen Umzugstransporter gemietet hast, plane am besten einen zeitlichen Puffer in der Mietwagenfiliale ein. Dort warten auch andere Menschen auf ihre Transporter, denn gerade um den Monatswechsel herum finden viele Umzüge statt.

Nutze die Zeit, in der du auf deine Umzugshelfer:innen wartest, und baue die letzten Möbel auseinander und schraube zum Beispiel schon die Lampen ab. Sobald die Umzugshelfer:innen da sind, heißt es: Schweres und Sperriges zuerst, Kleinmöbel und Kartons später. Fangt also bei Kühlschrank, Waschmaschine und Co. an und arbeitet euch bis zur Stehlampe aus dem Wohnzimmer vor.

Sobald der letzte Karton verstaut ist, ist es Zeit für die Wohnungsübergabe, dabei sollte die Person anwesend sein, die dir die Wohnung vermietet hat. Verlange unbedingt nach einem Übergabeprotokoll und auch die Strom-, Gas- und Wasserzähler solltest du ablesen. Wenn deine Wohnung zu einer Hausverwaltung oder einer Genossenschaft gehört, dann wird das standardmäßig durchgeführt. Wenn du aber zum Beispiel nur zur Untermiete gewohnt hast, solltest du trotzdem darauf bestehen, bei der Wohnungsübergabe eventuelle Mängel und Auffälligkeiten schriftlich festzuhalten.

Phase 2 – Der Umzugstag

Phase 3 – Nachbereitung des Umzugs

Der Umzugstag ist geschafft und du fällst vermutlich nur noch müde auf deine Matratze in der neuen Wohnung. Doch damit ist der Umzug noch nicht vorbei. Auch wenn du vorher schon viele Dinge in die Wege geleitet hast – einige To Dos lassen sich leider erst nach dem Umzug erledigen. Nach dem Wechsel des Wohnorts musst du dich zeitnah bei verschiedenen Stellen ummelden. Mehr dazu liest du ausführlich im nächsten Abschnitt.

Paar hält Händchen und den gemeinsamen Wohnungsschlüssel vor Sofa und Kartons

Wo muss ich mich überall ummelden, wenn ich umziehe?

Du fragst dich jetzt vermutlich, welche Behörden du nach deinem Umzug alle informieren musst? Keine Sorge, das ist gar nicht kompliziert. Eigentlich musst du dich nur an einer Stelle ummelden – dem Einwohnermeldeamt. Wenn du ein Auto oder Motorrad besitzt, meldest du es zusätzlich bei der neuen KfZ-Zulassungsstelle um.

Welche Dokumente muss ich beim Umzug ändern?

Nach dem Umzug musst du die neue Adresse in deinen Personalausweis und (falls vorhanden) in den Reisepass eintragen lassen. Bis wann du dich beim Einwohnermeldeamt ummelden musst, ist von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich. In der Regel beträgt die Frist ein bis zwei Wochen.

Als Autobesitzer:in wird die Adresse auch im Fahrzeugschein geändert. Diese Ummeldung kannst du aber erst nach deinem Termin im Einwohnermeldeamt vornehmen lassen. Du ziehst nur innerhalb deines Zulassungsbezirks um, also innerhalb der Stadt oder Gemeinde? Dann musst du nur die Adresse im Fahrzeugschein ändern lassen.

Übrigens: Seit 2015 ist es erlaubt, das Kennzeichen mitzunehmen. So kannst du Kosten sparen und hast außerdem eine schöne Erinnerung an deinen letzten Wohnort.

Was braucht man für die Ummeldung von Wohnsitz und Auto?

Für die Ummeldung im Einwohnermeldeamt (manchmal auch „Bürgerbüro“ oder „Bezirksamt“ genannt) brauchst du die Wohnungsgeberbestätigung der Person, die deine Wohnung an dich vermietet. Dieses Dokument muss dein:e Vermieter:in dir innerhalb von zwei Wochen nach dem Umzug übermitteln.

Um dein Auto umzumelden, benötigst du deinen Personalausweis, auf dem die neue Adresse steht, und die Anmeldebestätigung des Einwohnermeldeamtes. Melde dich also zuerst beim Einwohnermeldeamt um, danach bei der KfZ-Zulassungsstelle.

Um dein Auto umzumelden, benötigst du außerdem den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I), den Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II), deinen letzten TÜV-Bericht (HU und AU), eine gültige Bankverbindung für den Einzug der KfZ-Steuer und die eVB-Nummer deiner KfZ-Versicherung. Melde dein Auto innerhalb eines Monats nach deinem Umzug um, dann bist du in der Regel auf der sicheren Seite.

Am besten erkundigst du dich schon vorher, welches Einwohnermeldeamt und welche KfZ-Zulassungsstelle für dich zuständig ist und machst dort einen Termin. Falls du die Frist überschreitest, droht nämlich ein Bußgeld.

Klemmbrett mit Checkliste vor Umzugskartons

Umzugs-Checkliste: Dein Umzug auf einen Blick

Jetzt weißt du alles, um deinen Umzug möglichst stressfrei zu gestalten. Wenn du alle Infos und Tipps berücksichtigst, solltest du keine wichtigen Aufgaben und Anlaufstellen vergessen haben.

Um dir das Leben noch leichter zu machen, haben wir dir eine umfangreiche Umzugs-Checkliste als PDF-Dokument zusammengestellt. Lade dir die Datei einfach herunter und hake alle Aufgaben im Dokument ab, sobald du sie erledigt hast. Alternativ kannst du dir die Liste auch ausdrucken, wenn du lieber mit Stift und Papier arbeiten möchtest.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinem Umzug und hoffen, dass dir unsere Tipps sowie die Umzugs-Checkliste helfen. Wir wünschen dir außerdem viel Spaß in deinem neuen Zuhause und einen tollen neuen Lebensabschnitt!

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